Der Werwolf

Langsam öffnet er die Augen
spürt den Schmerz in sich
fragt sich: 'werd ich je was taugen?
Ach, wie schwach bin ich!'

Fällt auf seine Knie nieder
faltet seine Hände
diese Zeit kehrt immer wieder
spricht schon ganze Bände

Schmale Finger - scharfe Krallen
Haut - weiches Fell
dumpfer Stimme Widerhallen
Schreih, laut und grell

Sonnenlicht weicht der Schwärze
neue Vollmondnacht
und er fühlt in seinem Herze
wie etwas erwacht

Die Gedanken werden Qualen
Schlauheit wird zur Gier
und des Mondes klares Strahlen
macht den Mensch zum Tier

Schmale Finger weichen
Krallen krümmen sich
Heut' Nacht werd' ich dich erreichen!
Heut' Nacht töt ich dich!