|
Der Kampf mit dem Drachen Wutschnaubend saβ der groβe Drache vor seiner Höhle und hielt Wache die Jungfrau, die er sich gestohlen für Gold nur durft man wiederholen denn er, ein Lindwurm, wie man weiβ ward mehr auf Gold denn Jungfrau'n heiβ drum, um sich solches zu erpressen hielt er Entführung angemessen Dem Vater dieser holden Jungen war nie der groβe Deal gelungen als Händler hatte er kein Glück die Tochter war sein kostbar'st Stück die Frau ward ihm schon lang verstorben 'ne neue hat er nie erworben so fühlte er sich recht allein drum wollte er sein Kind befrei'n Das viele Gold hatte er nicht doch wenn er mit dem Drachen ficht? zwar war er mutig und verwegen sein Alter jedoch sprach dagegen dies einsehend ritt er denn schon zu Ritter Erics tapf'rem Sohn der eilte darauf gleich zur Schlucht und hat mal einen Blick versucht Die Jungfrau die gefiel ihm sehr drum holt er seinen Knappen her schnell umgesattelt ward das Ross und schon jagte er drauf los hinunter in des Drachens Tal dem wurd das Warten schon zur Qual 'zur Abwechslung einer kleiner Kampf'?' dachte der - und machte Dampf Darauf scheute des Recken Gaul und Ericsson fiel glatt aufs Maul das edle Tier trabte hinweg der Kämpfer hob sich aus dem Dreck und warf die Lanze nach dem Drachen um den Kampf neu zu entfachen der speite Feuer und auch Rauch doch Wut hatte der Ritter auch auf seine Manneskraft verwiesen legt er das Untier auf die Fliesen nach einer Rechten, einer Linken sah man den Lindwurm niedersinken das Fräulein war schnell losgebunden das Tier versorgt noch seine Wunden da reiten beide schon nach Haus und feierten mit Saus und Braus Von seinem goldverzierten Thron auf seinem edlen Haupt die Kron' sprach der Monarch mit tiefem Ton zu der Jungfraun Vaters Hohn "Deine Tochter ist der Lohn für meinen tapfren Ericsson" und beide fuhren derzeit schon in einer Kutsche weit davon Drauf eilt der Vater zu dem Drachen und statt sich nun erneut zu Krachen beschlossen sie zu ihrer Freud nen Pakt gegen die Rittersleut Vater und Drache - beide gleich sie wurden durch den Pakte reich und als Beweis? Es ist schon bitter: Wo sieht man heut' noch einen Ritter? |